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Pilgern heißt, den Weg der Sehnsucht zu gehen. Im Pilgern komme ich in Berührung mit meiner Sehnsucht.
Anselm Grün

Pilgernetzwerk in Deutschland gegründet

Am Reformationstag, dem 31.10., haben die Pilgerbetrauftragten der evangelischen Landeskirchen das “Netzwerk Pilgern” gegründet. Im Rahmen der Tagung “Bilder vom Pilgern” in der Akademie Loccum (Niedersachsen) trafen sich die Vertreter vieler Landeskirchen aus Deutschland und der Schweiz, um auch über eine Verbesserung der Zusammenarbeit zu beraten. Ziel ist die stetige Verbesserung des Angebotes für die Begleitung, Beratung und Nachsorge Pilgernder. Auch geht es darum, von einander zu lernen und gemeinsame Projekte zu organisieren, wie etwa das Pilgerzentrum beim Deutschen Evangelischen Kirchentag in Dortmund 2019.

Im Mittelpunkt stehen die Pilgernden, die als spirituelle Suchbewegung verstanden werden. “Die Kirche gehört mit ihrer Kompetenz und ihren Schätzen unbedingt an die Pilgerwege”, sagt der Sprecher des Netzwerkes, Hamburgs Pilgerpastor Bernd Lohse. Zu dem Netzwerk gehören die evangelischen Landeskirchen auf dem Gebiet der Bundesrepublik und der Schweiz. Mindestens einmal im Jahr trifft man sich für Austausch, gegenseitige Beratung und die Bemühung um  ein immer tieferes Verständnis des Pilgerns.

 

Abpilgern – gemeinsam nach St. Jacobi Hamburg gehen

Gewiss – das Pilgern hört nie auf. Doch einmal im Jahr tun wir so, als gäbe es eine Pause. Das Leben bleibt lebendig durch Unterbrechungen.

Deshalb gibt es das “Abpilgern”, eine Sternpilgerwanderung zur Haupt-und Pilgerkirche St. Jacobi in der Hamburger Innenstadt. Am 17. November kann man sich (auch spontan) einer der Gruppen anschließen, die sich alle jeweils um 14 Uhr treffen. Gemeinsam werden die SternpilgerInnen dann um 16 Uhr in den Pilger-Gottesdienst in St. Jacobi einziehen. Und nach dem Gottesdienst bleibt man noch beisammen zu einem Picnic in der Kirche mit den mitgebrachten Leckereien.

Von diesen Orten starten die von PilgerbegleiterInnen geführten Gruppen:

  • Nord: Hauptkirche St. Nikolai am Klosterstern
  • Ost: Versöhnungskirche Eilbeck, Eilbektal
  • Süd: S-Bahnhof Veddel (Busbahnhofseite)
  • West: Hauptkirche St. Trinitatis, Altona

Der Weg und der Gottesdienst stehen unter dem Motto “Toleranz – gut mit sich selbst und anderen umgehen”. Im Gottesdienst wird Pilgerpastor Bernd Lohse predigen. Der Gottesdienst beginnt um 16 Uhr.

Für unsere Planungen wäre es gut, wenn man sich anmeldet zu den Sternpilgergruppen: pilgern@jacobus.de oder 040-30 37 37 23.

Goldener Herbst – Pilgern zwischen Lübeck und Hamburg

Es ist wie ein Geschenk: das milde Spätsommerwetter lockt viele auch ganz spontan auf die Pilgerwege im Norden. Der Favorit ist dabei das Wegstück zwischen St. Jakobi Lübeck und St. Jacobi Hamburg, eine Etappe von fünf Tagen, ideal für Kurzentschlossene.

Es gibt Herbergen an der Jakobi-Kirche in Lübeck, in Reinfeld, Bad Oldesloe und Kloster Nütschau. Desweiteren gibt es ein Privatquartier in Grabau, das schöne Gemeindehaus in Nahe und die Kirchengemeinde in Duvenstedt. Auch in St. Marien Fuhlsbüttel kann man übernachten, wenn man im Laufe des nachmittags ankommt.

Der weg zwischen Lübeck und Hamburg ist teil des Jakobswegs “Via baltica”, der von Tallin, bzw. Swinemünde über Greifswald, Rostock, Wismar nach Lübeck, Hamburg und weiter über Bremen, Münster nach Dortmund führt.

Ein Kartenset für das Wegstück Lübeck-Hamburg ist für 8,95 € im Pilgerzentrum St. Jacobi in Hamburg und in St. Jakobi Lübeck erhältlich. In beiden Kirchen gibt es auch den Pilgerausweis gegen Spende.