Schola Dei – Ostfriesland

Am 12. Mai 2007 wurde der Pilgerweg „Schola Dei“ offiziell eröffnet. Er verläuft rund 40 km lang auf der Route Ihlow-Marienhafe-Norden zu großen Teilen auf einem Wallfahrtsweg, von dem historische Quellen berichten. „Schule Gottes“ nennt sich der Weg mit seinen 16 Stationen nach seinem Ausgangspunkt, dem ehemaligen Zisterzienserkloster im Wald von Ihlow. Dieses Kloster bestand von 1228 bis 1529, mit der damals größten Kirche zwischen Groningen und Bremen. Es spielte im Mittelalter eine wichtige Rolle in der regionalen Kultur und Politik.

Von Ihlow aus geht es über ruhige Wege – vorbei an Kirchen und historischen Plätzen – nach Marienhafe, im Mittelalter das Zentrum des Brookmerlandes, einer Landsgemeinde der Friesischen Freiheit. Mitten im Ort steht die St.Marienkirche mit ihrem imposanten „Störtebeker-Turm“, in dem der Seeräuber Störtebeker mit seinen Liekedelern Unterschlupf gefunden habe soll. Die Kirche wurde Mitte des 13. Jahrhunderts erbaut und war im Mittelalter die größte dreischiffige Gemeindekirche Ostfrieslands.
Im Jahre 1255 wurde Norden erstmals urkundlich erwähnt. Aus dieser Zeit stammt auch der älteste Gebäudeteil der Ludgerikirche. Das Gotteshaus mit der weltberühmten Arp-Schnitger-Orgel ist heute die größte mittelalterliche Kirche Ostfrieslands. Hier endet der Pilgerweg, nachdem er auf Norder Stadtgebiet Überreste und Denkmäler von Klöstern der Benediktiner und Dominikaner berührt hat.